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As salaam aleikum liebe Leserinnen, egal ob ihr Schwestern im Islam seid oder (noch) nicht.Die Uhren stehen still. Ich fange heute ein neues Leben an."Wenn Sie konvertieren", sagte der nette bärtige Imam, "sind Ihnen alle Sünden vergeben! Sie fangen ganz neu an!"Ich glaube, das war der ausschlaggebende Punkt: All die alten Geschichten hinter mir lassen! Mein Herz klopfte. Der Imam hat es mir angesehen - der kennt seine Pappenheimer! Der weiß, wer kurz davor ist...Ich versuchte, dagegen zu argumentieren - nicht wegen ihm, ich diskutierte eigentlich mit mir selber. Ich hatte genug Gegenargumente. Aber ich merkte, wie mich gerade das furchtbar traurig machte. Da war ein Kloß im Hals, den ich loswerden musste. Und dann umarmten mich bereits zwanzig Schwestern - die Brüder nicht! Keine Umarmung mehr mit fremden Männern! Geschlechtertrennung! Klar hab ich geheult.Und auf der Straße, was mache ich als erstes? Ich ziehe das Kopftuch ab.Betrachte mein Gesicht im Schaufenster. Öffne einen Blusenknopf. Seh inem Mann hinterher - als will ich mir beweisen, dass ich - ja: nicht gerade die Kontrolle über mein Leben aus der Hand gegeben habe!Ich aß eine Currywurst.Ich badete in meinem alten Leben. Als ich zuhause wie immer meinen Schlüssel auf den Tisch warf, war ich beinahe schon etwas enttäuscht: Alles war doch wie immer! Hatte ich nur geträumt?Aber dann sah ich den alten Anrufbeantworter blinken: Mist, ich hätte nicht so freigiebig mit meinen Telefonnummern sein dürfen grad!Im nachhinein war es gut, dass ich reden konnte.Soviel als Einstieg. Das klingt fast ein wenig nach einer Laune. Meine ich das ernst? Durchaus. Wartet, bis ich mich wieder melde.Khadija

23.4.17 19:30, kommentieren

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